27.01.2026 16. Märchenabend „Märchen und Bibel“

16. Erzählabend „Märchen und Bibel“

„Gott spricht zu jedem nur, eh ER ihn macht,
dann geht ER schweigend mit ihm aus der Nacht.
Aber die Worte, eh jeder beginnt,
diese wolkigen Worte sind:

Lass Dir alles geschehen,
Schönheit und Schrecken,
man muss nur gehn,
kein Gefühl ist das fernste…“.

Dieser Text von Rainer Maria Rilke soll den heutigen Abend einleiten.

Gehen ist Bewegung, und Bewegung ist Leben. Lähmung und Erstarrung führen in den Tod. Aber wir brauchen eine Hand, wir brauchen Bei-Stand, wir sind angewiesen auf ein Gegenüber, um immer wieder neu anzufangen, um uns immer wieder neue Räume zu erschließen. Die Gewissheit des Beistands und des Gegenübers geben uns die Märchen und die Heilige Schrift. Reichlich erzählen Märchen und die Bibel von Aufbrüchen und Neuanfängen: Aufbrüche in andere Länder und Städte, ein neues Beginnen nach Flucht und Vertreibung. Hoffnungsbilder finden sich darin von einer neuen Welt, die Gott schaffen wird. Die Erzählungen können ermutigen, eigene innere Aufbrüche und Veränderungen zu wagen.

Liane von Schweinitz rezitiert das Gedicht von Rainer Maria Rilke „ Gott spricht zu jedem nur, eh ER ihn macht“ und erzählt Märchen, die sich mit dem Thema des Neubeginns verbinden. Martin Vetter bringt diese in einen Dialog mit ausgewählten biblischen Lesungen. Anne Michael nähert sich mit ausgewählten Stücken und Improvisationen am Flügel dem Phänomen des Neubeginnens.


Die Veranstaltung ist kostenlos. Um eine Spende für die Lebensmittelausgabe am Klosterstern „Mit Laib und Seele“ wird gebeten.

Liane von Schweinitz,
Hauptpastor Dr. Martin Vetter und Kantorin Anne Michael

Termin zum 16. Märchenabend „Märchen und Bibel“

in der Hauptkirche St. Nikolai, Harvestehuder Weg 118, Gemeindesaal,
am Dienstag, dem 27. Januar 2026,
von 19.00 – 20.00 Uhr.